Die Podcastwelt der Briten

Ja auch die Briten hören Podcasts, allerdings haben die natürlich qua Sprachvorteil ungleich mehr Auswahl als unsereins. Vor kurzem wurde deren Podcastverhalten jedenfalls von einer Firma vermessen und dokumentiert, die sich im Vereinten Königkreich damit beschäftigt Reichweiten und Radio-Hörverhalten zu erfassen.

Zwar geht es in ihrer Studie von 2017 nicht ausschließlich um Podcasting, aber trotzdem finden sich da eine Menge Nuggets.

  • 6.1 Millionen Erwachsene hören jede WOche Podcasts (67% machen das am Smartphone, 62% der Hörer sind Männer)
  • 35% davon werden zwar heruntergeladen aber nie angehört.
  • In der Altersgruppe 25-34 hören 20% Podcasts, Menschen über 55 sind nur noch mit 6% vertreten. Da gibt es eine Menge Potential, ich bin mir sicher, dass gerade die eigentlich begeisterte Konsumenten werden wenn sie das Medium erst einmal entdeckt haben.

Außerdem findet sich in der Studie auch die Behauptung, dass am meisten während Commute-Times (also morgens und abends) gehört wird. Das leuchtet zwar intuitiv ein, ist aber interessanterweise etwas, das Rob Walch von Libsyn zumindest für die USA massiv bestreitet. In jedem seiner Statistik-Vorträge sagt er, dass Hörer in der Regel zwar behaupten, nur auf dem Arbeitsweg zu hören, aber die Abrufstatistik da eine andere Sprache spräche. Die Abrufe fänden nämlich über den Tag verteilt, also während der Arbeit ihre Höhepunkte.

Keine Ahnung, wer da nun Recht hat. Ich selbst höre über den Tag verteilt immer wieder, ganz abhängig davon was ich gerade mache. Der Weg zur Kaffeemaschine => Podcast, eine Stunde Sport => Podcast, Einkaufen gehen => Podcast, halbe Stunde Pause am Nachmittag => Podcast…

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